Ich hatt’ einen Kameraden
Der Verlag Tonsplitter hat sich besonders der
Erforschung
und Darstellung von Liedbiographien verschrieben.
Die Episoden eines Liedes machen Geschichte häufig besser
erfahrbar, als dies ein trockener Geschichtsunterricht vermag. Wie
häufig es in Liederbüchern abgedruckt ist, kann
Aufschluß darüber geben, wer es warum gesungen hören
wollte. Besonders aussagekräftig für seine Beliebheit ist
dagegen die Zahl der Kontrafakturen oder Parodien. Je
„zersungener” ein Lied ist, desto häufiger wurde es
benutzt, also gesungen.
Das Lied vom „Guten Kameraden“ wird
heute besonders bei Gedenkfeiern (z.B. Volkstrauertag) im Gedenken an
die Toten der Weltkriege oder bei Beerdigungen gespielt - meist
instrumental. Wenn einmal Gesang ertönt, dann höchstens die
1. Strophe. Das Lied vom Typus des „sterbenden Soldaten“
schrieb Ludwig Uhland im Jahre 1809 und sechs Jahre später
vertonte es Friedrich Silcher inspiriert vom Volkslied „Ein
Blümlein auserlesen“.
Die Soldaten der Kriege verpassten dem Lied
verschiedene bierselige Anhängsel um ihre negative Stimmung
zu kompensieren und auch die Kriegsherren versuchten durch
Änderungen einer befürchteten demoralisierenden Wirkung
entgegen zu wirken.
Die Liedbiographie erscheint demnächst im
Verlag „Tonsplitter“.