Jugendbewegung und
Jugendbünde zwischen musikalischen Erneuerern und
reaktionären Schwärmern
Die Jugendbewegung bietet eine
außergewöhnlich Themenvielfalt. So sind die ersten Jahre der
Jugendbewegung z.B. untrennbar mit dem Beginn eines
„Jugendempfindens“ und Schritten einer Reformpädagogik
verbunden. Außerdem wurde u.a. das traditionellen Lied neu
„entdeck“ und das Liederbuch „Der
Zupfgeigenhansl“ avancierte zum wohl meistverkauften Liederbuch
in der deutschen Geschichte.
Für die erste Phase 1896 bis 1914 stelle der
Referent die Ideale des Jugendwanderns und der traditionellen Musik
vor. Aus seinem Archiv bringt er historische Exponate mit
(Zeitschriften, Liederblätter und Liederbücher) und stellt
die Lieder vor, die besonders charakteristisch für die Bewegung
sind.
Die zweite Phase 1918 bis ca. 1935 zeigt die
differenzierte Welt der Weimarer Republik zwischen Militarisierung,
revolutionärer Hoffnungen und dem Marsch in den Volksstaat
nationalsozialistischer Prägung. Als prägnante Beispiele
seinen erwähnt die Schulen von Fritz Jöde und Walter Hensel,
sowie die Gruppe dj 1.11., die Liederbuchherausgeber Oberlehrer Dr. W.
Werckmeister („Fahrender Gesellen Liederborn“) und Fritz
Sottke („Unsere Lieder“)