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Mit den Liedern
der Vagabunden (Kunden) begann am 4.
Mai 2004 eine Reihe in der
Geschichtswerkstatt Eimsbüttel,
die sich mit den Liedern
auseinandersetzt, die uns täglich
begegnen bzw. unseren Ahnen begegnet
sind. Nach anfänglicher
Erwähnung erhielt die
Veranstaltung den Titel „Werner
Hinzes Liederwerkstatt“.
Inzwischen ist der Name zu einem
feststehenden Begriff geworden, die
„Liederwerkstatt“ hat sich
von ihrer Geburtsstätte
gelöst und ist mobil geworden.
Heute findet sie an unterschiedlichen
Orten statt und kann eingeladen werden.
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Die Bedeutung von
Liedern bei der Aufarbeitung einer
Geschichte von unten ist in der
Geschichtswissenschaft noch zu wenig
erkannt und wird in der Volkskunde noch
zu wenig genutzt. Diesem Problem will
Werner Hinzes mit seiner
Liederwerkstatt abhelfen. Die
Vorträge werden je nach Thema mit
Livemusik oder Musikbeispielen vom Band
zu Gehör gebracht.
Lieder
können nicht nur ein
Lebensgefühl ausdrücken,
sondern ebenso Modeerscheinung wie ein
Medium zur Darstellung von Geschichte
sein. Diese kann individuell wie
kollektiv ausgedrückt werden und
ein komplexes Geflecht von
Wechselwirkungen offenbaren. Lieder,
die von oben oder unten stammend
aufeinandertreffen, zeigen einerseits
die Beliebtheit von Melodien und geben
andererseits Auskunft über
unterschiedliche Interessen. Die
Biographien der beliebtesten Lieder
offenbaren ihre vielseitige Nutzung und
lassen uns Geschichte einmal anders
miterleben. Auch kulturelle
Wechselwirkungen sind in Liedern
enthalten und können somit
Auskunft über den jeweiligen
Zustand einer Gesellschaft oder auch
eines Stadtteils geben. Ein- und
Auswanderer nehmen mit ihrer Kultur vor
allen Dingen ihre Sprache und ihre
Lieder mit. Letztere können sich
teils isoliert über Jahrhunderte
erhalten und Sprache und Musik
konservieren, aber sie können sich
ebenso mit der neuen Kultur
verschmelzen und neue Ausdrucksformen
bilden.
Aufschlussreich
sind auch Informationen über
Texter und Komponisten, Sammler wie
Herausgeber von Liederbüchern oder
Tonträgern und deren jeweilige
Einbindung in einen historischen,
politischen und kulturellen
Zusammenhang.
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Werner Hinzes
Liederwerkstatt können Sie an
unterschiedlichen Orten erleben oder
auch in Ihre Räume holen bzw. Ihre
Veranstaltungsreihe einbeziehen. Die
Beiträge können als
wissenschaftliche Vorträge,
Konzerte, Lesungen oder einer Mischung
aus den genannten Vortragsarten dem
jeweiligen Bedürfnis angepasst
werden.
Sollten Sie
besondere musikalische Vorstellungen
habe, besorge ich Ihnen gerne die
entsprechenden Musiker.
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Die spannende
Geschichte eines Liedes - Vortrag mit
Livemusik
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Klöntreff:
Anregungen zur Eimsbüttler
Liedgeschichte
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Fritz Voß -
ein Eimsbütteler im Spiegel seiner
Liederbücher
Zwischen 1910 und
1914 gab Fritz Voß im Auftrage
der Vereinigung deutscher
Lehrergesangvereine fünf
Liederhefte mit Volksliedern
„für Schule und Haus“
heraus. Sie sind nicht nur von den
damaligen pädagogischen
Wertvorstellungen geprägt, sondern
geben auch die Vorurteile der
Volksliedforschung jener Phase in
anschaulicher Weise wieder. Rund 15
Jahr später - 1928 - gab Voß
im Arbeiterjugend-Verlag „Lieder
für Jugendchöre"
für deren Jugendweihen und
Jugendfeiern her.
Werner Hinze
zeigt die Entwicklung des
Pädagogen anhand seiner
Liedauswahl auf und verbindet die
individuelle Biographie mit der
Entwicklung in Staat und Gesellschaft
ebenso wie mit der Liedforschung.
Aufgelockert wird der Vortrag durch
Liedbeispiele aus Voß’
Liederbüchern.
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Lili Marleen - Ein
Lied zwischen Soldatenromantik und
Propaganda
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Seemanns Braut
is’ die See
Das musikalische
Vortragsprogramm des gleichnamigen
Liederbuches beinhaltet Lieder von der
See zum Kiez und vom Walfang zu
Seelenverkäufern und Freibeutern.
Ergänzt wird der Liedvortrag von
einigen Spökenkiekereien und
Geschichten aus dem Leben des auf
Föhr geborene Kapitän Eschels
(18. Jh.).
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Das jüdische
Volkslied
Vom ersten zum
dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert
gab es Bestrebungen die Tradition des
jüdischen Volksliedes
aufzuarbeiten und als Teil der
jüdischen Identität zu
bewahren und weiter zu entwickeln.
Beispielhaft
trägt Werner Hinze die
Ausführungen die S. Kisselhoff
1913 publizierte vor und beschreibt und
singt Lieder aus der Sammlung von
Alexander Eliasberg
("Ostjüdischen
Volkslieder") aus dem Jahre 1918.
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