Werner Hinze, Schalmeienklänge im
Fackelschein. Ein Beitrag zur Kriegskultur der
Zwischenkriegszeit. 507 S., 148,- Euro; Hamburg 2002
Best.Nr. WR 001; ISBN 3-936743-00-2, ISSN
1611-0331
Werner Hinze bringt einen gewichtigen
Beitrag zum politischen Kampf der Weimarer Republik. Ihm
gebührt das Verdienst, die Existenz einer
Frontkämpferkultur (mit über fünf Millionen
ehemaligen Soldaten) als Gemeinsamkeit aller politischer
Richtungen zu benennen. (4Kommentare)
Die Arbeit stellt erstmalig chronologisch
den Aufbau der Agitationskultur, insbesondere der
Aufführungs- und Musikkultur des Roten
Frontkämpferbundes (RFB) mit einer beispiellosen
Fülle an Material dar. Dabei werden den zentralen Vorgaben
aus Berlin die Praxis des Gaus Wasserkante und der Gauvorort
Bremen aus dem Binnenleben des Bundes entgegengestellt. Das
Ergebnis der zutage geförderten „pikanten und
brisanten Details” zur Politik des linken Kampfverbandes
wurde dem Autor als „härteste Kritik am
Selbstverstandnis und an der Politik der linken
Partei-Militanten der Weimarer Republik” attestiert, das
erheblich zur „Entmythologisierung” linker Mythen
beiträgt.
Die militaristische bis hin zur
terroristischen Vergangenheit des RFB und somit der KPD scheint
vielen, die heute deren Nachfolge angetreten haben nicht klar
zu sein - oder warten sie nur auf eine neue Gelegenheit? Es ist
die Aufgabe von wirklich „linken“ das
herauszustellen und an der Aufarbeitung des autoritären
Kommunismus teil zu haben.
Das Buch ist vergriffen, daher stellen wir
es hier als pdf zur Verfügung
Der letzte Teil der Umfangreichen Arbeit
von Werner Hinze, die musikalische Agitation des RFB mit
Lieddiskussion,
erschien 2002 in den „Schriften des
Fritz-Hüser-Instituts für Arbeiterliteragtur“
als Band 13 [Klartext-Verlag] und kann hier ebenfalls als pdf
eingesehen und heruntergeladen werden.
DIE SCHALMEIN
Vom Kaisersignal zum Marschlied von KPD
und NSDAP
- Schalmeienklänge im Fackelschein
- Die Frontkämpfer
- Das Frontkämpferlied
|
|
||||||||||
|
|
|
| |||||||||


